Initiative "Für bezahlbares Wohnen in Burgdorf"

Initiative "Für bezahlbares Wohnen in Burgdorf" fristgerecht eingereicht!

Am 20. Oktober 2017 haben wir die Initiative mit 1319 beglaubigten und rund 60 noch nicht geprüften Unterschriften eingereicht. Herzlichen Dank all den Unterstützerinnen und Unterstützer.

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Die SP Burgdorf lanciert zusammen mit dem Mieterinnen- und Mieterverband, Regionalgruppe Emmental–Oberaargau, die Gemeinde-Initiative „Für bezahlbares Wohnen in Burgdorf“. 
 
Hintergrund des lancierten Volksbegehrens ist die kritische Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt. Burgdorf ist im Aufschwung. Es wird viel gebaut, die Stadtbevölkerung wächst. Diese Entwicklung ist zu begrüssen, doch besteht auch in unserer Stadt die Gefahr, dass günstiger Wohnraum mehr und mehr verschwindet. Viele junge Familien, Alleinerziehende und auch ältere Menschen sind jedoch darauf angewiesen. Der verständliche Aufruhr um die Neuüberbauung am Uferweg hat es lehrbuchmässig gezeigt: Burgdorf muss die Entwicklung im Wohnungsbau umsichtig lenken. Auch Menschen mit schmalerem Budget sollen in der Stadt geeigneten Wohnraum finden, heute und in Zukunft.
Die Initiative «Für bezahlbares Wohnen in Burgdorf» verpflichtet die Stadt zum Handeln und gibt ihr dafür ein neues Instrument in die Hand: Die Förderung des preisgünstigen, gemeinnützigen Wohnungsbaus wird im Baureglement, in einem neuen Artikel 27, verankert. In der Regel soll mindestens ein Drittel des neu geschaffenen Wohnraums dem Prinzip der Kostenmiete unterstellt sein und auf Dauer unterstellt bleiben. Im Unterschied zur Marktmiete werden bei der Kostenmiete nur die effektiven Kosten (Unterhalt, Verzinsung, Amortisation, Verwaltung) berücksichtigt. Damit sind diese Wohnungen der Spekulation entzogen, was die Mietzinsentwicklung nachhaltig bremst. Gemäss dem Verband «Wohnbaugenossenschaften Schweiz» zeigt sich, dass Wohnungen gemeinnütziger Wohnbauträger über die Jahre hinweg bis zu 20 Prozent günstiger sind als der Durchschnitt. Obwohl auf ansprechende Architektur, ökologische Bauweise und Grünräume, in denen sich die Menschen wohl fühlen, geachtet wird.
 
Gemeinnützige Wohnbauträger unterstützen
Sagen die Burgdorfer Stimmberechtigten Ja zur Initiative, wird der Gemeinderat die Einzelheiten regeln und allenfalls Präzisierungen vornehmen. So wird er die im Initiativtext erwähnten Instrumente zur Sicherung der Zweckbestimmung (Kostenmiete-Prinzip) definieren müssen. Eigenes Land hat die Stadt Burgdorf im Moment leider kaum abzugeben. Aber sie kann und soll als Vermittlerin unterstützend wirken.
Weil viele Menschen grosse Mühe haben, eine erschwingliche Wohnung zu finden, wurde in der Stadt Bern die Initiative «Für bezahlbare Wohnungen» lanciert – und mit 72% Ja-Stimmen angenommen! In Köniz hat die SP ein ähnliches Volksbegehren eingereicht, und der Gemeinderat hat einen Gegenvorschlag dazu erarbeitet.
 
Nachfolgende Personen aus Burgdorf bilden das Initiativkomitee: Peter von Arb (Stadtrat SP), Urs Geiser (Stadtrat SP), Manfred Schaffer (Stadtrat SP), Yves Aeschbacher (Stadtrat SP), Fabian Käsermann (Stadtrat SP), Gabriela Bannwart (Stadträtin SP/Vorstandsmitglied Mieterinnen- und Mieterverband, Regionalgruppe Emmental–Oberaargau), Andrea Lüthi (Grossrätin SP) und George Burkhard (Stadtrat SP).
 
Burgdorf, 04.11.2016, für das Initiativkomitee:
Urs Geiser (079 600 82 13), Peter von Arb (076 572 88 62)

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